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AStA verwehrt Nachrückern hochschulpolitisches Wochenende
Mitte Januar wurde an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald ein neues Studentenparlament gewählt. Im April findet traditionell ein Wochenende zum Kennenlernen und zum Sammeln hochschulpolitischer Erfahrung statt an dem bisher alle Kandidaten teilnehmen konnten, auch wenn sie nicht direkt eingezogen waren. Der Allgemeine Studentenausschuss (kurz: AStA) möchte nun denjenigen, die nicht direkt eingezogen sind, die Fahrt dorthin verwehren.
In der offiziellen Begründung heißt es „[...] war sich die Mehrheit darüber einig, dass man potenzielle Nachrücker, die in absehbarer Zeit nicht nachrücken werden, nicht mitfahren lassen würde. Dadurch erhofft man sich ein ergebnisorientiertes Arbeitsklima aufrecht zu erhalten.“. Die angesprochene Mehrheit bestand aus einigen gewählten Parlamentariern, die, laut Aussage von Anwesenden, kurz auf die Frage, ob sie mit der Regelung einverstanden wären, die Hand hoben. Eine wirkliche Diskussion zu dem Thema ist zu keinem Zeitpunkt aufgekommen.
Allein die Formulierung „die in absehbarer Zeit nicht nachrücken werden“ scheint in diesem Fall etwas eigenartig. Zeigte sich doch in den letzten Jahren, dass im Laufe einer Legislatur (1 Jahr), viele Parlamentarier zurücktraten und auf diese Weise ein großer Teil der Nachrücker am Ende dennoch einziehen konnte. Da in diesem Jahr die Kandidatenzahlen vergleichsweise niedrig waren könnte es im Extremfall sogar passieren, dass alle Nachrücker einziehen können. Weiterhin wurde versäumt die studentischen Vertreter des Senats einzuladen, die laut Satzung der Studentenschaft der Universität auch Teil des Studentenparlaments sind.
Auffällig ist, dass die unerwünschten Nachrücker fast ausschließlich vom RCDS oder der LHG (Liberale Hochschulgruppe) stammen. Dies legt die Vermutung nahe, dass man auf dem Wochenende, ohne diese Gruppen, eine Einigung bezüglich der neu zu vergebenden Posten in der studentischen Selbstverwaltung erzielen möchte um RCDS und LHG vor vollendete Tatsachen stellen zu können.
„Der RCDS Greifswald stellt klar, dass das Verhalten des AStA in dieser Angelegenheit nicht akzeptabel ist. Dieses Wochenende dient dem Kennenlernen und der Sammlung erster wichtiger Erfahrungen im hochschulpolitischen Bereich. Speziell für Neulinge in der Hochschulpolitik ist es eine bedeutende Veranstaltung. Die hochschulpolitisch aktiven Studenten sollten sich gegenseitig unterstützen anstatt sich feindselig zu verhalten, zumal in den letzten Jahren dort keinerlei negativen Erfahrungen mit Nachrückern gemacht wurden.“, so Henning Krüger, Vorsitzender des Rings-Christlich-Demokratischer-Studenten (RCDS) Greifswald zu diesen Plänen.




